Hurra. wir leben noch

Fleisch 

73

 – 

Winter

 

2024


Cover von Fleisch Nummer 73

Das Jubelheft zu 20 Jahren Fleisch.

2004 starben Ronald Reagan, Jassir Arafat, Marlon Brando, Susan Sontag, Marika Röck und Thomas Klestil; wir bekamen dafür Leni Klum und Gavi (Fans des FC Barcelona und der spanischen Fußballnationalmannschaft kennen ihn), ob das jetzt ein guter oder schlechter Deal war, wollen wir vorsichtshalber nicht beurteilen.

2004 war das Jahr von The Killers und Franz Ferdinand, von den Libertines, Interpol und Feist, auf den iPods der zweiten Generation liefen  „Take me out“ und „Can’t stand me now“, weshalb es nur konsequent war, zwischendurch „I’m sorry“ vonMonta zu singen und dann mit Garish doch wieder rauszugehen, „Noch auf See“, weil Gustav einen Auftrag für uns hatte: „Rettet die Wale“.

2004 wurde das Phil eröffnet, das Datum, das Spike und die österreichische Blasmusikjugend gegründet (ohne Claudia Plakolm, die bekam da erst ihre erste Posaune), Griechenland gewann die Fußballeuropameisterschaft, Elfriede Jelinek den Literaturnobelpreis und Heinz Fischer die Bundespräsidentschaftswahl.

2004 spielte Vorwärts Steyr in der Zweiten Klasse Ost, der GAK wurde Fußballmeister, Roger Federer zum ersten Mal nummer eins der Tennis-Weltrangliste und Dominic Thiem absolvierte als Neunjähriger seine ersten trainingseinheiten bei Günter Bresnik.

2004 erschienen Silentium von Wolfgang Murnberger und „Nacktschnecken“ von Michael Glawogger, „Spieltrieb“ von Juli Zeh und „Wir schlafen nicht“ von Kathrin Röggla, wir schauten aber auch „Die fetten Jahre sind vorbei“ und verdammt hat sich dieser Titel gut gehalten.

Und was haben wir 2004 gemacht? Wir hatten eine blöde Idee. Wobei, auch die hat sich verdammt gut gehalten.

Dein Fleisch